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Digiblog

Lehre, Lernen

Graues Wetter – gute Stimmung: Das Sommersemester an der Universitat de Barcelona

Lachende Gesichter, die trotz Mund-Nasen-Schutzmaske zu erahnen sind. Der Campus der Universitat de Barcelona ist voller Gelächter und guter Laune. Nicht einmal das graue und kalte katalonische März-Wetter kann den Studierenden die Laune verderben. Man kann es aus ihren Gesichtern ablesen: Sie freuen sich, wieder mitten drin zu sein, das Campus-Leben zu genießen. Die Universitat de Barcelona (UB) befindet sich mitten im Sommersemester 2022.

Beim Gang über den Campus im Hauptgebäude der UB fallen mir direkt in nur kurzen Abständen aneinandergereihte Desinfektionsstände auf und zahlreiche in Farbe gedruckte DIN-A4 Blätter an der Wand, einige mit dem Hinweis, eine Maske zu tragen und andere, einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Dem Ernst der Lage verleiht aber vor allem der Sicherheitsbeauftragte „Seguridad“ Nachdruck, der auf dem Campus mit ernstem Blick auf und ab geht und hin und wieder Studierende, deren Maske gen Kinn verrutscht ist, mit einem wortlosen Zeichen signalisiert, diese ordnungsgemäß zu tragen. Naja, ganz so unbekannt kommt mir die Situation nicht vor. Die strengen Hygienemaßnahmen scheinen auch hier weiterhin forciert zu werden. Die Situation auf einem Campus in Deutschland wäre vermutlich nicht anders gewesen, auch wenn bei mir der Eindruck bleibt, dass hier eine Ernsthaftigkeit in der Luft ist, die womöglich auf die Pandemiehistorie Spaniens zurückzuführen ist.

Die Pandemiesituation an den deutschen Hochschulen haben wir in unserem DigiBlog bereits aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Wir sind der Frage nachgegangen, wie einzelne Akteure, darunter Studierende und Lehrende, die Situation wahrnehmen, wie die Klausurenphase strukturiert ist und auch wie die Situation an deutschen Hochschulen Post-Covid aussehen könnte. Beim Gang über den Universitätscampus stellt sich mir nun die Frage, wie sich die Pandemiesituation eigentlich an dieser renommierten katalonischen Universität zugetragen hat. Ich nutze die Gelegenheit und spreche zwei Studierende an, Ciraya und Meo. Eins haben die Stimmungsbilder gemeinsam: Die Freude, dass das Sommersemester 2022 überwiegend in Präsenz stattfindet, ist riesig. Vor allem bei Meo, der nun zwei Semester gewartet hat, bis der Hochschulbetrieb wieder in Präsenz stattfindet, Leben auf dem Campus ist und er das Erstsemester-Leben richtig genießen kann.

Von den vergangenen Lock-Downs ist Ciraya allerdings nicht verschont geblieben, die sich nun in ihrer Abschlussphase befindet. Etwa ein Jahr hat die UB den Hochschulbetrieb komplett ins Digitale verlegt und den Campus geschlossen, der nur unter strengen Regeln und Ausnahmen betreten werden durfte. Seit dem vergangenen Wintersemester kommt ein Blended-Learning Konzept zum Einsatz, in dem in Präsenz- und Onlinephasen gelehrt wird. So fanden im vergangenen Semester die Vorlesungen teils online statt, teils in Präsenz. Ergänzend dazu gab es dann eine eigenständige Online-Phase, die, so wie Ciraya mir berichtet, vielmehr für Gruppenarbeiten genutzt wurde. Der sogenannte Virtual Campus der UB, eine Online-Lernumgebung bzw. ein virtueller Ort, der das Campus-Leben vorübergehend ersetzen soll, hat es ihr ermöglicht, mit Kommiliton:innen in Kontakt zu treten, einen Messenger-Dienst in Anspruch zu nehmen und sogar ihre Noten einzusehen. Ungeachtet der Diskurse zu den vielfältigen Begriffsdimensionen von Blended-Learning und hybrider Lehre, finde ich im Nachhinein interessant, dass der Begriff hybrid weder in den Gesprächen mit Ciraya und Meo fiel, noch auf der Homepage der UB zu finden ist. Blended-Learning scheint sich hier weitestgehend etabliert zu haben. Wie die Situation Post-Covid an der UB aussehen wird, konnten mir die beiden verständlicherweise nicht sagen. Klar ist allerdings, dass auch die UB auf den virtuellen Geschmack gekommen ist: Ciraya berichtet, dass sie den Eindruck hat, dass das Blended-Learning Konzept an der UB auch Post-Covid weitestgehend erhalten bleiben wird.

Ciraya und Meo werden diesen Beitrag ansehen, aber leider – zumindest ohne Übersetzer – nicht verstehen. Dennoch möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei ihnen für die netten Gespräche bedanken: Muchas gracias!


Bildquelle: Eigene Aufnahmen


Funda Seyfeli-Özhizalan