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Digitales Prüfen aus Studierendensicht

Zusammen mit Jonas Bäunker


Wir haben uns mal unter den Studierenden umgehört und ein paar Eindrücke aus verschiedenen Fächern zur Durchführung von Online-Prüfungen gesammelt, die wir in einer kleinen Interview-Reihe hier teilen möchten.

Heute starten wir mit einem Erfahrungsbericht aus den Sozialwissenschaften.

Name: Jonas
Studium: Bachelor Sozialwissenschaften
Semester: 7. Semester

Wurden an deiner Hochschule Online-Prüfungen angeboten?

Ja, es wurden flächendeckend Online-Prüfungen angeboten.

Welche Online-Prüfungsformate wurden eingesetzt?

Es gab Formate aller Art, darunter OpenBook-Klausuren, Multiple-Choice-Klausuren oder eine Mischung aus beidem. Dabei wurden die Studierenden in manchen Fällen per Video überwacht, in anderen Fällen war das aus aufgrund der geringen Zeit, die man zur Verfügung hatte (vor allem bei Multiple-Choice-Aufgaben), nicht vorgesehen.

Wie sind Deine Erfahrungen mit Online-Prüfungen?

Alles in allem positiv. Ich habe einmal an OpenBook-Klausuren teilgenommen und an Multiple-Choice-Klausuren. Bei beiden gab es keine Aufsicht, da die Prüfungen so konzipiert waren, dass Täuschungsversuche gar nicht möglich und nötig waren. Die Zeit für die einzelnen Aufgaben war dann oft so gering, dass sich ein „Nachschlagen“ in den Unterlagen gar nicht lohnte, da hatten wir in einer einstündigen Multiple-Choice-Prüfung mehr als 40 Fragen. Und bei anderen Formaten, wie OpenBook-Klausuren, waren Unterlagen etc. ja auch erlaubt.

Was läuft gut, was nicht so gut, wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Die Kommunikation, was passiert, wenn irgendwelche Schwierigkeiten auftreten, wurde im Laufe der Online-Semester besser. Am Anfang hatte man das Gefühl, dass auch die Lehrenden nicht wirklich wissen, wie sie die ganzen Prüfungen online organisieren sollen und wie es rechtlich geregelt ist. Allerdings war die Situation zu Beginn ja auch sehr neu und komplett offen, ob das Semester überhaupt wie geplant abgeschlossen werden konnte.

Welche Störungen und Probleme gab es?

Technische Schwierigkeiten sind in einzelnen Fällen immer wieder aufgetreten. Da wurde vorher allerdings gut kommuniziert, wie in den Fällen verfahren wird. Und das war dann auch immer unproblematisch. Die Überwachung war, wie eben beschrieben, oft nicht nötig. Ich habe aber auch von anderen gehört, dass man per Video und Ton beaufsichtigt wurde. Hier traten dann tendenziell auch eher Probleme auf, da dafür ein stabiles Internet und eine ruhige Umgebung gewährleistet sein musste. Das ist nicht immer für alle Studierenden möglich, wenn das eigene Internet zuhause nicht ausreichend funktionierte, musste man kreativ werden. Besser gestellte Studierende hatten da große Vorteile.

Wie und in welchem Ausmaß können Online-Prüfungen zukünftig sinnvoll eingesetzt werden?

Ich denke, in geisteswissenschaftlichen Fächern bietet es sich nicht unbedingt an, Online-Prüfungen weiter auszuweiten. Es müssen sowieso schon viele Hausarbeiten zuhause geschrieben werden.

Gibt es Fächer oder Studiensituationen in denen Online-Prüfungen zukünftig verstärkt sinnvoll sein können?

Zu Beginn des Studiums, wenn relativ viel aufeinanderfolgende Prüfungen anstehen. Die beinhalten meistens einfaches Abfragen von Wissen, sodass man das auch gut online machen könnte. Im weiteren Verlauf erübrigt sich die Frage etwas, da dort vor allem Hausarbeiten und Essays geschrieben werden müssen.

Was muss fachlich/didaktisch noch verbessert werden, um Online-Prüfungen optimal einsetzen zu können.

Ich habe das Gefühl, dass sich die Lehrenden während der Online-Semester einen guten Umgang mit den verschiedenen Prüfungsformen angeeignet haben, einfach weil sie, genau wie die Studierenden, Erfahrungen damit sammeln konnten. Wenn von der Universität die Bedingungen festgelegt waren, wurde das von den Lehrenden immer gut vermittelt. Man war ja quasi „im selben Boot“, da die Lehrenden auch improvisieren und sich umstellen mussten.

Was ist an (rechtlichen) Regelungen, Infrastruktur, technischem Support etc. notwendig, um Studierenden bei Online-Prüfungen optimal zu unterstützen?

Eine genaue Kommunikation, wie Online-Prüfungen ablaufen und wie bei Schwierigkeiten bzw. Störungen verfahren wird. Oft waren Probedurchläufe sehr hilfreich, auch um Prüfungstools kennenzulernen. Darüber hinaus muss aber von Universitätsseite gewährleistet sein, dass alle Studierenden die gleichen Voraussetzungen haben. Es muss also Alternativen geben, wenn das eigene Internet nicht wie gewünscht funktioniert, oder aufgrund anderer Störungen keine optimale Prüfungssituation gegeben ist. Das ist in der Pandemie schwierig gewesen, vor allem für Studierende die nicht mehr bei den Eltern wohnen, sondern in WGs oder Studierendenheimen.


Bildquelle: Unsplash/Christin Hume