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Lernarchitekturen

Workshopreihe Zukunftsräume – Part II

Ende Januar berichtete ich an dieser Stelle bereits über unser Projekt an der HAW Hamburg zur Entwicklung moderner und zukunftsfähiger Konzepte für Büroarbeitsplätze, Labore und Lernräume und über den ersten in diesem Zusammenhang stattgefundenen Workshop. Nun fand die zweite Veranstaltung der Workshopreihe Zukunftsräume statt, in der die Ansiedlung verschiedener Einrichtungen der Hochschule an einem gemeinsamen Standort und die sich hieraus ergebenden möglichen Synergieeffekte im Mittelpunkt standen.

Die Errichtung eines Neubaus im Herzen des Campus am Berliner Tor bietet der HAW Hamburg die Gelegenheit, über eine gemeinsame Ansiedlung von Bibliothek, Studierendenzentrum und den Einrichtungen Arbeitsstelle Studium & Didaktik, Campus Weiterbildung, Arbeitsstelle Migration, Zentrum für Karriereplanung und Stabsstelle Forschung & Transfer nachzudenken. Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser zu definieren und mögliche Synergien bereits in einer frühen Phase der Planung zu ermitteln, veranstalteten wir im Auftrag der HAW Hamburg einen digitalen Workshop, zu dem alle Leitungen der entsprechenden Einrichtungen und die Vertreterinnen des Facility Managements der Hochschule eingeladen waren.

Ziel war zunächst, eine gemeinsame Diskussionsbasis zu schaffen. Die Teilnehmenden sollten die jeweils anderen Einrichtungen kennen und verstehen lernen und es sollten erste Anforderungen an Flächen, Ausstattungen, Organisation bzw. Visionen, Potenziale und Herausforderungen ermittelt werden. Um dies zu erreichen, baten wir die Teilnehmenden, in Teams zu je zwei Personen vorgefertigte Steckbriefe zu ihren Einrichtungen auszufüllen. Dies geschah wechselseitig, um die Teams ins Gespräch miteinander zu bringen und wurde moderiert von je einer Vertreterin des Facility Managements der Hochschule. Die anschließende Vorstellung der Gruppenergebnisse im Plenum ermöglichte es uns, alle Beteiligten auf ein gemeinsames Informationslevel zu bringen und lieferte bereits erste Ansätze für die weitere Bearbeitung. Diese erfolgte zunächst durch das Projektteam während der zweistündigen Mittagspause, indem die meist genannten Begriffe, ähnlich einer Wortwolke, visuell dargestellt und Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Nennungen herausgearbeitet wurden. Hierbei kristallisierten sich vor allem die Themenfelder Funktionsbeziehungen und gemeinsame Nutzungsanforderungen heraus. So wurde deutlich, dass es zwischen den Einrichtungen bereits viele Kooperationen und Kontakte gab und dass vor allem eine gemeinsame Nutzung von Veranstaltungsräumen sowie die Idee eines gemeinsamen Welcome Centers relevante Punkte für den Diskussionsteil am Nachmittag sein würden.

Dieser Begann dann auch mit der Vorstellung der aufbereiteten Ergebnisse vom Vormittag und mündete in eine gemeinsame Diskussion. Dabei wurde mit dem Fishbowl-Format gearbeitet, bei dem jeweils eine oder zwei Personen, unterstützt durch eine Moderatorin oder einen Moderator, ausgiebig zu Wort kommen und dieses nach Darlegen aller Ideen und Argumente an weitere Personen aus dem Kreis weitergeben. Es entspannen sich intensive Gespräche, an deren Ende sich weitere Themenfelder herauskristallisierten. So wurde zunächst der Charakter einer gemeinsamen räumlichen Ansiedlung definiert, der ein geschlossenes Bild abgeben, aber auch die Eigenständigkeit der Einrichtungen transportieren soll. Weitere Punkte waren die Anforderungen an Raum und Technik, die erzielbaren Vorteile und die möglichen Herausforderungen. In einem Punkt waren sich aber alle einig: Das neue Gebäude soll hell, freundlich und einladend sein, es soll Kontakte und Kommunikation fördern, zum Diskutieren und Verweilen einladen und auch die Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zur Teilhabe am Hochschulleben ermutigen. Das ist doch schon mal ein guter Anfang…


Bildquelle: HIS-HE