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Lernarchitekturen

Workshopreihe Zukunftsräume: Part I

Das Coronavirus verändert derzeit vieles und vieles davon vermutlich auch in nachhaltiger Art und Weise. Die momentan ausschließlich digital stattfindende Hochschullehre und die hieraus resultierenden Erfahrungen bewirken, dass der physische Raum von vielen bewusster betrachtet und wertgeschätzt wird. In diesem Zusammenhang ändert sich auch die Vorstellung davon, wie das hochschulische Lernen und (Zusammen-)Arbeiten in Zukunft sowohl physisch, digital als auch sozial aussehen könnte und sollte.

Mit diesem Ansatz setzt sich aktuell auch die HAW Hamburg auseinander, in deren Auftrag wir „moderne und zukunftsfähige Konzepte für Büroarbeitsplätze, Labore und Lernräume“ entwickeln. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der an der Hochschule bereits bestehenden Strategien für digitale Lehre und Lernräume und unter aktivem Einbezug der künftigen Nutzerinnen und Nutzer. In fünf digital durchzuführenden Workshops setzen wir uns intensiv mit den Bereichen Lehr-/ Lernflächen, Büro- und Laborflächen sowie der Gestaltung eines zukünftigen Servicezentrums, in dem die Synergien zwischen Bibliothek, Studierendenzentrum und fünf weiteren Serviceeinrichtungen bestmöglich genutzt werden können, auseinander, um für diese im Nachgang passgenaue und dennoch leicht adaptierbare, zukunftsfähige Raum- und Flächenkonzepte zu erstellen. Der Beteiligung der Lehrenden, Lernenden und weiterer Stakeholder in diesem Prozess kommt dabei besondere Bedeutung zu, sind sie doch diejenigen, die die Räume und Flächen später regelmäßig und intensiv nutzen werden.

In den nächsten Wochen werde ich immer mal wieder aus diesem spannenden Projekt berichten. Den Auftakt soll diese Woche die digitale Ideenwerkstatt Lehrflächen machen, in deren Rahmen wir uns mit Studierenden, Lehrenden und VertreterInnen von Hochschule und Verwaltung mit dem Thema zukunftsfähige Lehrräume auseinandergesetzt haben.

Da die Teilnehmenden dieses Workshops vielen verschiedenen Fachrichtungen entstammten und naturgemäß die unterschiedlichsten Erfahrungshintergründe sowie Vorstellungen von Raum und Lehre hatten, galt es zunächst, ein gemeinsames Arbeits- und Diskussionslevel für den Workshop zu definieren. Uns erschien hier ein überfachlicher Zugang sinnvoll. Dieser sollte gewährleisten, dass über Fächergrenzen hinweg eine universale Nutzbarkeit der aus dem Workshop resultierenden Raumkonzepte entsteht. Wir entschieden uns somit für das Konzept der 4K-Kompentenzen (21st Century Skills) und der damit verbundenen Idee, dass Studierende zusätzlich zum fachlichen Wissen an den Hochschulen insbesondere auch überfachliche Kompetenzen wie Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken erwerben sollten, um in ihren späteren Berufen in einer volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Arbeitswelt (VUCA-Welt) erfolgreich agieren zu können. Ausgehend von dem Ansatz, dass bestimmte räumliche Rahmenbedingungen zur Förderung eben dieser Kompetenzen beitragen können, sollten mit den Teilnehmenden des Workshops Grundlagen für die Erstellung eines entsprechenden individuellen Raumportfolios erarbeitet werden.

Um den Teilnehmenden die Hintergründe unserer Herangehensweise zu erläutern und sie mit Beispielen aus der Hochschulpraxis auf den Workshop vorzubereiten, erstellten wir ein Input-Video, das wir ihnen im Vorfeld der Veranstaltung zukommen ließen. Zusätzlich fragten wir ab, welche der vier Kompetenzen sie selbst für ihre Fachrichtung als maßgeblich ansehen. Entsprechend ihrer Selbsteinschätzung wurden die Teilnehmenden dann einer der vier Gruppen (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken) zugeteilt. Dem Format eines World-Cafés folgend, bearbeiteten sie in diesen Gruppen verschiedene Fragestellungen z.B. zu technischen, gestalterischen und persönlichen Anforderungen an Lehrräume. Dies jedoch immer unter der Perspektive der jeweiligen Kompetenz, die der Gruppe zugeteilt war. Ergebnis war die Beantwortung der Fragestellungen aus vier unterschiedlichen Perspektiven, die teilweise ähnliche, teilweise aber auch ganz verschiedene Anforderungen an Räume deutlich machten und ein Bild von potentiellen Räumen für Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken entwarfen. In den Arbeitsgruppen fanden intensive Diskussionen darüber statt, welche Rahmenbedingungen eben diese Kompetenzen stützen und fördern können. Die an den Workshop anschließende Auswertung machte deutlich, dass sich hier diverse Themenschwerpunkte herauskristallisieren: So z.B. in Bezug auf die räumliche Lage, die räumlichen Strukturen und deren Flexibilität sowie in Bezug auf die Organisation der Nutzung, Verwaltung und der Zugänglichkeit oder  technische Standards.

Diese weiter auszuarbeiten und der HAW Hamburg zur Weiterentwicklung zur Verfügung zu stellen, wird nun eine unserer nächsten Aufgaben sein.


Bildquelle: HIS-HE