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homeZooming

Montagmorgen 08:59 Uhr: Die Suche nach dem Zoom-Link für die Videokonferenz um 9 Uhr kann beginnen. Betreffzeile, Hyperlink oder doch als Text in der E-Mail eingebaut? Gefunden. Ein letzter Check. Zoom-Dresscode stimmt: Schicke Bluse und Jogginghose. Die Pflanze ist gut platziert, Lichteinstrahlungen passen, Kaffee ist bereitgestellt; Home Office Vibes! Los geht’s: Zoom-Meeting beitreten. Die nächste Ungewissheit lässt nicht lange auf sich warten: Komme ich direkt in die Sitzung oder muss ich im Warteraum mit der Befürchtung verweilen, vergessen zu werden? Kein Warteraum. Der Small-Talk hat schon begonnen. Ein Blick in das eigene Kamerabild. Warten auf die erste Gelegenheit für meinen „Guten Morgen“-Beitrag. Keine Gelegenheit; die Kollegin mit dem kleinen Sohn im Arm berichtet über die Erschwernisse des Home-Kindergardenings. Ein zweiter Blick in die Runde sorgt für einen kurzen Schockmoment: Die Background-Funktion von Zoom scheint bei einem Kollegen nicht ganz funktioniert zu haben. Die kopflose Gestalt ist dank des Namens doch noch zuzuordnen. Nächste Hürde: Hebe ich meine Hand physisch, technisch oder rede ich rein? Ich rede rein. Peinliche Stille, keine Rückmeldung. Verflixt, Mikrophon war aus. Schalte an, verpasst, schalte wieder aus …

Wenn Sie sich in meinen nicht zugespitzt formulierten Erfahrungen wiedergefunden haben, dann hat auch Sie das virtuelle Neuland erreicht. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und ihre Auswirkungen auf unsere Arbeitssituation haben nicht zuletzt dazu geführt, dass wir unsere Büros mit nach Hause nehmen mussten. Remote zu arbeiten, täglich mehrere virtuelle Konferenzen und Meetings durchzuführen, hat wie so einiges seine Pro und Contra. Doch welche konkreten Folgen das „homeZooming“ auf unsere zukünftige Arbeitssituation hat, bleibt noch offen. Klar ist, dass wir noch viele Erfahrungen im Hinblick auf Online-Meetings sammeln werden.


Weitere virtuelle Erfahrungen: Experiment hoch 2

Bildquelle: Pixabay/Alexandra_Koch